Resiliente Rohstoffversorgung: Neues Förderprogramm für Zukunftstechnologien
Kaum ein Unternehmen bleibt von den massiv gestiegenen Preisen und Lieferschwierigkeiten bei Industriemetallen verschont. Allein der Kupferpreis ist in den letzten fünf Jahren um fast 40 % gestiegen – getrieben durch Engpässe in Minen, politische Krisen, gestörte Handelswege und eine wachsende Nachfrage. Besonders betroffen sind Schlüsselsektoren wie Bau, Elektronik und Energie, die auf Kupfer und andere kritische Rohstoffe wie Lithium, Nickel, Kobalt oder Graphit angewiesen sind. Doch genau diese Branchen sind essenziell für die Transformation hin zu einer klimaneutralen und digitalen Wirtschaft.
Um die Abhängigkeit deutscher und somit auch Dortmunder Unternehmen von globalen Marktschwankungen zu verringern, fördert das Bundesministerium für. Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) nun innovative Projekte im Rahmen der europäischen Partnerschaft „Raw Materials for the Green and Digital Transition“. Im Fokus stehen Lösungen für eine resiliente und nachhaltige Rohstoffversorgung – ein zentraler Baustein der Hightech-Agenda der Bundesregierung.
Die wichtigsten Fakten im Überblick
- Ziel: Förderung von anwendungsorientierten FuE-Projekten (Forschung und Entwicklung) in transnationalen Konsortien, die Technologien für eine nachhaltige Rohstoffbereitstellung entwickeln.
- Schwerpunkte:
- Primäre Rohstoffe: Innovationen in Erkundung, Gewinnung und Aufbereitung (z. B. Aufbau europäischer Kapazitäten im Sinne des Critical Raw Materials Act).
- Sekundäre Rohstoffe: Recycling von Altprodukten oder Industrieabfällen und deren Integration in Wertschöpfungskreisläufe.
- Querschnittsthemen: Digitalisierung (z. B. KI), Hemmnisanalysen, Politikempfehlungen, Standardisierung (z. B. DIN-SPEC).
- Zielgruppe: Transnationale Konsortien mit mindestens drei Partnern aus drei verschiedenen Ländern (davon mindestens zwei EU-Mitgliedstaaten oder assoziierte Länder wie Norwegen, Schweiz, Türkei u. a.).
- Förderfähige Partner: Unternehmen (v. a. als Technologieanwender), Forschungseinrichtungen, Hochschulen, öffentliche Einrichtungen.
- Fristen:
- Ideenskizze: bis 22.09.2026, 15:00 Uhr (Entscheidung: Dezember 2026).
- Vollantrag: bis 15.02.2027, 15:00 Uhr (Entscheidung: Mai 2027).
- Förderumfang:
- Bis zu 350.000 € pro Partner in Form von nicht rückzahlbarer Zuwendung
- Laufzeit: max. 36 Monate
- Projektstart ab 2027 möglich.
- Weitere Infos: Europäische Partnerschaft RAMP – FONA.
Warum lohnt es sich, mitzumachen?
Dieses Förderprogramm bietet die Chance, europäische Rohstoffsouveränität zu stärken und gleichzeitig Innovationen für eine klimaneutrale Zukunft voranzutreiben. Besonders für Unternehmen und Forschungseinrichtungen ist dies eine einzigartige Gelegenheit, transnationale Netzwerke aufzubauen und praktische Lösungen zu entwickeln.