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Access Hub

Teilen, Mieten, Leihen - Zirkulärer Zugang zu Alltagsgegenständen für Dortmund

Access Hubs ist ein von der EU finanziertes Projekt, das darauf abzielt, Miet- und Sharing-Dienste in ganz Europa auszuweiten und zu verbessern. Das Projekt unterstützt Städte, Sozialunternehmen und kleine Unternehmen aktiv bei der Entwicklung von zugangsbasierten Diensten, die die Nutzung ohne Eigentum ermöglichen. Das Projekt zielt außerdem darauf ab, es den Menschen zu erleichtern, nutzungsbasierte Dienste zu finden, indem neue Plattformen geschaffen werden, die alle lokalen Miet- und Sharing-Optionen an einem Ort bündeln.

Projektziele

1.    KMU, Nichtregierungsorganisationen und Sozialunternehmen beim Ausbau ihrer auf Zugang basierenden Angebote zu unterstützen; 

2.    Das Bewusstsein der Bürger*innen für die Zugangswirtschaft durch Veranstaltungen, Online-Plattformen und lokales Branding zu stärken; und 

3.    Kommunen dabei zu helfen, die governancebezogenen Rahmenbedingungen und Vorschriften zu gestalten, die erforderlich sind, um ihre lokalen Zugangsökosysteme im Laufe der Zeit auszubauen

 

Projektzeitraum

Das Projekt startete im Januar 2026 und läuft bis Januar 2029. 

Über das Projekt

Viele europäische Städte verfügen bereits über fortschrittliche Strategien zur Kreislaufwirtschaft, doch die meißten konzentrieren sich auf sie Lösungssuche für das Ende der Lebensdauer, wie beispielsweise das Recycling von Altwaren. Unterdessen kaufen die Bürger weiterhin große Mengen an Waren, die nur selten genutzt werden. So wird beispielsweise eine Bohrmaschine im Durchschnitt während ihrer gesamten Lebensdauer nur 10 Minuten lang benutzt. Access Hubs geht dieses Problem an, indem es Behörden und lokale Wirtschaftsakteure dabei unterstützt, lokale „Zugangsökosysteme“ aufzubauen, die die Nutzung vorhandener Güter steigern, Abfall reduzieren und Zugangsdienste für die Bürger bequemer und attraktiver machen.

Das Projekt wird von Interreg Nordwesteuropa (NWE) finanziert und unterstützt 12 Partner in 6 Ländern dabei, das Mieten und Teilen zu einer sichtbaren, gut organisierten und skalierbaren Alternative zum Kauf und Besitz von Gütern zu machen. Dazu gehören die Gemeinden Amsterdam (NL), Den Haag (NL), Gent (BE), Dortmund (DE), Béthune (FR) und Valenciennes (FR) sowie Sozialunternehmen, Innovatoren und Experten für Kreislaufwirtschaft von We Right-click, The Rediscovery Centre, Made., der IESEG School of Management und der Universität Luxemburg. Koordiniert wird das Projekt vom Secondhand- und Reparaturgeschäft Kringwinkel Antwerpen.


„Bei Access Hubs geht es darum, den zugangsbasierten Konsum nahtlos in den Alltag zu integrieren – für Bürger, für Städte und für lokale Unternehmen. Indem wir Zugangsdienste sichtbarer und benutzerfreundlicher machen, können wir unnötige Käufe reduzieren, Abfall vermeiden und kreislaufwirtschaftliche Entscheidungen einfacher und erschwinglicher machen.“
– Laura Lambrecht, Projektleiterin

 

Zugangsdienste leichter finden nutzbarer machen

Eine zentrale Herausforderung besteht heute darin, dass die Zugangsangebote nach wie vor zu gering und zu verstreut über die Städte verteilt sind, was es schwierig macht, sie zu erkennen, zu finden und zu nutzen. „Access Hubs“ will dieses Problem angehen, indem es sieben lokale Zugangsplattformen (z. B. Apps, Webanwendungen) in seinen Partnerstädten und -ländern testet. Diese Plattformen werden als Aggregatoren für Zugangsdienste in der Nähe fungieren – vergleichbar mit „Google Maps für Konsumgüter“ – und es den Bürgern ermöglichen, Dienste anhand praktischer Kriterien wie Preis, Qualität, Öffnungszeiten und Entfernung schnell zu vergleichen. Durch die Bündelung von Informationen an einem Ort sollen die Zugangsplattformen die Nachfrage nach Zugangsdiensten steigern und den Aufwand für die Bürger verringern, sich für das Teilen, Mieten oder Leasen anstelle des Kaufs neuer Produkte zu entscheiden.

 

Unterstützung von KMU bei der Einführung von Miet-, Leasing- und „Product-as-a-Service“-Modellen

Um das Angebot an Zugangsdiensten zu erweitern, wird Access Hubs zudem ein Accelerator-Programm für lokale KMU anbieten. Kommunen und das Rediscovery Centre werden teilnehmende Unternehmen wie Küchenfachhändler, Sportgeschäfte und Haushaltsgerätegeschäfte auswählen und sie durch gezielte Schulungen dabei unterstützen, neben traditionellen Verkaufsmodellen auch Miet-, Leasing- oder Abonnement-Geschäftsmodelle einzuführen. Ausgewählte KMU erhalten zudem finanzielle Anreize, um diese neuen Geschäftsmodelle in der Praxis zu testen und einzuführen.

Bis zum Ende des Projekts strebt Access Hubs die Einführung von mindestens 30 neuen Zugangsdiensten in der gesamten NWE-Region an.

 

„Dieses Projekt ist ein praktischer Meilenstein: Es unterstützt gleichzeitig sowohl den öffentlichen als auch den privaten Sektor der Zugangswirtschaft. „Diese Kombination ist unerlässlich, wenn wir wollen, dass Zugangsdienste sich etablieren und über die Projektlaufzeit hinaus nachhaltig sind.“

– Sami Angsthelm, Teamleiter Kreislauf- und Sharing-Economy bei Bax

 

Wirkungsmessung und Unterstützung von Kommunen zur Sicherung des langfristigen Erfolgs neuer Zugangsdienste

Um das übergeordnete Ziel zu erreichen, das Mieten und Teilen so einfach wie das Kaufen zu machen, wird Access Hubs eine spezielle Methodik zur Wirkungsmessung entwickeln, um die lokalen Ergebnisse der Zugangswirtschaft zu erfassen, einschließlich Indikatoren wie vermiedene Käufe und andere ökologische sowie sozioökonomische Auswirkungen. Parallel dazu wird das Projekt Hindernisse und Verhaltensfaktoren analysieren, die die Akzeptanz durch die Bürger beeinflussen, und die Rolle der Kommunen bei der Unterstützung lokaler Zugangsökosysteme klären, einschließlich Governance-Ansätzen, die den Betrieb der Dienste auch lange nach Auslaufen der Projektfinanzierung aufrechterhalten können.

Ein transnationaler Ansatz ist unerlässlich, um eine gemeinsame Vision und einen gemeinsamen Rahmen zu entwickeln, Methoden zur Wirkungsmessung aufeinander abzustimmen und Behörden eine praktische Methodik an die Hand zu geben, mit der sie lokale Wirtschaftsakteure in ihren Regionen unterstützen können. Mit diesem Ansatz strebt Access Hubs an, das erste EU-Projekt zu sein, das sowohl Behörden als auch Unternehmen systematisch dabei unterstützt, den zugangsbasierten Konsum in großem Maßstab zum Erfolg zu führen.

 

Anzahl und Herkunft der Partner

Das Projektkonsortium besteht aus 12 Partnern aus 6 Ländern, die in der nachfolgenden Tabelle dargestellt sind.

 

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Projektpartnerliste
Tabellarische Darstellung der AH-Partner

Ihre Ansprechpartner*innen

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Projektmanagerin ACCESS Hub
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Yasemin Soran

Yasemin Soran

Fördermittel EU
T: 0231 50 2 26 08
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Julia Jäger

Julia Jaeger

Projektmanagerin Circular Economy
T: +49 231 50 2 48 21