DoZirkulär2030 auf Entdeckungsreise im Kreislauf der Abfallwirtschaft

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Rundgang EDG Recyclinghof
Rundgang EDG Recyclinghof WFDO/Olbert
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Entsorgte Handys
Entsorgte Handys WFDO/Olbert
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Gruppe vor Gaststätte
Gruppe vor Gaststätte WFDO/Olbert
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Gruppe vor Hügel
Gruppe vor Hügel WFDO/Olbert
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Symbolischer Kubickmeter
Symbolischer Kubickmeter WFDO/Gluch

Recycling ist nur ein Teil des zirkulären Wirtschaftens, aber unabdingbar und komplex. Die drei Arbeitsgruppen des Projektes „Dortmund2030: zirkulär und gemeinwohlorientiert wirtschaften“ befinden sich mitten in der Entwicklung des Zukunftskonzeptes und stoßen dabei immer wieder auf Detailfragen, die es zu klären gilt.

Zur Beantwortung dieser Fragen öffneten am 8. Februar gleich drei Dortmunder Institutionen ihre Türen (und Ohren), um DoZirkulär2030 zu unterstützen. Der Morgen begann in Dortmund-Marten, wo sich interessierte Mitwirkende der Arbeitsgruppe Bauen und der AG Elektronik voller Neugier einfanden. 

Hier wurden sie von Mitarbeitenden der Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) in Empfang genommen und mit den unterschiedlichen Stoffströmen vertraut gemacht, aus denen der Abfall der Dortmunder Privathaushalte besteht. Als erstes standen die Trennung und Sortierung der Abfälle auf dem Programm. Hier wurde deutlich, wie wichtig es ist, Abfälle richtig zu trennen, um eine effiziente Wiederverwertung zu ermöglichen. Von Schadstoffen über Papier und Leuchtstoffröhren bis hin zum Grünschnitt wurden alle Wertstoffe betrachtet. Besonderes Interesse hatte die Gruppe natürlich am Elektroschrott.

Daher wurde auch die in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene Werkstatt des Christlichen Jugenddorfes (CJD) besucht. Hier konnten die Teilnehmenden lernen, wie sogenannte „ortsveränderliche“ elektronischen Geräte zunächst auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft und dann je nach Zustand entweder der erneuten Nutzung zugeführt werden (durch Verkauf über eBay) oder als Ersatzteilquelle bzw. Rohstoffquelle für knappe Stoffe wie z.B. Kupfer dienen. Besonders beeindruckt waren die Besucher von der Präzision, mit der im CJD die Sortierung durchgeführt wird, sowie den schieren Mengen, die tagtäglich als Elektroschrott in Dortmund anfallen.

Nach einer Stärkung in der Steigerstube erwartete die Exkursionsteilnehmer*innen das nächste Highlight: Das Recyclingzentrum der Dortmunder Gesellschaft für Abfall mbH (DOGA) für mineralische Schüttgüter und Baustellenabfällen. Dem mittlerweile strömenden Regen trotzend erkundigte die Gruppe das weitreichende Areal, auf dem u.a. Baustoffrecycling und Bodenaufbereitung stattfindet. Von der Zerkleinerung und Sortierung bis hin zur Aufbereitung und Wiederverwendung wurde der gesamte Prozess transparent und verständlich vom engagierten und fachkundigen Betriebsleiter erklärt. Thermische Verwertung oder Entsorgung auf der Deponie sind eigentlich nur die Ausnahme, gerade Böden können so aufbereitet werden, um in kommenden Bauprojekten wieder als Boden eingesetzt zu werden.

Die Exkursion endete mit einer lebhaften Diskussionsrunde, in der die Teilnehmenden ihre Eindrücke und Erkenntnisse austauschten. Es war deutlich spürbar, dass die Exkursion nicht nur informative, sondern auch inspirierende Wirkung hatte. Diese Inspirationen werden bei den nächsten Arbeitsgruppentreffen dann in die Projektpraxis umgesetzt werden und leisten einen Beitrag zum Zukunftskonzept.

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Autor*in
Patricia Olbert